Halbzeit im Dezember und kurz vor Weihnachten. Das bedeutet noch einmal Zeit nehmen und die aktuellen „Baustellen“ im Depot beleuchten, welche sich die letzten Tage bzw. Wochen ergeben haben. Für mich wichtig, hier meine Gedanken festzuhalten und auch entsprechend zu teilen. Am Ende ist dann die Frage, und dies kann man meist erst in ein paar Jahren beantworten, was ist bzw. war die richtige Entscheidung. In der Überschrift habe ich bereits angekündigt, dass mir zwei Unternehmen im Moment Gedanken bereiten. Dies muss nicht unbedingt negativ sein, ich bin mir nur tatsächlich unschlüssig bezüglich der weiteren Vorgehensweise. Aus diesem Grund hier einmal die Fakten festgehalten und meine aktuellen Ideen oder auch Möglichkeiten.

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Vorab noch die freudige Nachricht, ich habe zum ersten Mal in einem Jahr 5.000 Euro netto an Dividenden als Gesamtsumme eingenommen. Für mich ein beeindruckender Meilenstein, der auf meinen ursprünglichen Zielen (Stand zum 31.12.2016) ursprünglich mal für das Jahr 2026 avisiert war. Dazu sagen muss ich allerdings, dass ich zu dem Zeitpunkt noch nicht damit gerechnet hatte, dass zum Einen sich das Thema Börsen, Aktien und Dividenden so schnell entwickeln kann und zum Anderen auch, dass der mir zur Verfügung stehende Betrag für Investitionen sich deutlich erhöht hat. Dies hängt natürlich mit den steigenden passiven Einnahmen zusammen, aber auch mit dem monatlichen Einkommen des regulären Jobs. Dies hat sich die letzten Jahr sehr erfreulich entwickelt.

Dies einmal veranschaulicht an meiner jährlichen Übersicht der erhaltenen Dividenden (netto) seit 2015:

Quelle: Finanzjongleur – Privatübersicht
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Im Moment unschlüssig bin ich bei den in der Überschrift genannten Unternehmen, Aareal Bank AG und Daimler Truck Holding AG, im Hinblick auf die weitere Vorgehensweise. Im Folgenden die Daten und Fakten:

Aareal Bank AG:

Ich besitze 100 Anteile der Bank zu einem Kaufkurs á 23,35 Euro. Die Bank und den kauf vorgestellt habe ich hier. Die Zahlen 2021 bis Q3 zeigen eine Cost-Income-Ration von 43,4%, ein Ergebnis je Stammaktie von 0,73 Euro u. ein Betriebsergebnis von 123 Mio. Euro bzw. ein Konzernergebnis von 56 Mio. Euro. Quelle ist hier die Investor Relations Seite des Unternehmens selbst. Alle Kennzahlen konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Zusätzlich wurde im Mai eine Dividende von 0,40 Euro je Anteil ausbezahlt. Im Dezember sollte nun eine außerordentliche Hauptversammlung stattfinden, in der über eine zweite Tranche einer Dividende in Höhe von 1,10 Euro je Anteil entschieden werden sollte. Am Ende kam es ganz anders. Es liegt nun ein Übernahmeangebot zu einem Kurs von 29,00 Euro vor. Die Bietergesellschaften sind Advent International und Centerbridge Partners. Auf dieser Grundlage wurde der eigentliche Grund der außerordentlichen Hauptversammlung von der Tagesordnung gestrichen, also keine Dividende, und nur über die Aufsichtsratsmitglieder abgestimmt. Am Ende ein kleines Chaos mit Abwahlen und keinen Neubesetzungen. Ziel der Bietergesellschaften ist eine Thesaurierung des Gewinns vorerst und keine weiteren Ausschüttungen von Dividenden.

Das sind die aktuellen Fakten, nun zu meiner Situation. Keine Dividende spricht eigentlich gegen meine Strategie, welche ich bei meinen Käufen verfolge. Aus diesem Grund müsste ich nun eigentlich zu dem Kurs mit einem Gewinn von rd. 600 Euro verkaufen. Zwei Punkte lassen mich allerdings noch zögern:

  • Bleibt es bei dem Angebot von 29,00 Euro oder wird hier nochmals ein höheres Angebot nachgeschoben? In diversen Foren lese ich, dass zu dem Kurs die wenigstens verkaufen würden. Allerdings finde ich gemäß Unternehmensinformationen 7 Eigentümer, welche mindestens 3% der Anteile oder mehr besitzen. Dort spielt die eigentliche Musik.
  • Was passiert, wenn die notwendige Mehrheit nicht erreicht wird und keine Nachbesserung des Angebots erfolgt? Vermutlich wird der Kurs dann wieder zurückfallen, in die ursprünglichen Regionen bei ca. 25 Euro. Was ist dann allerdings mit der Dividendenpolitik? Werden dann in 2022 die noch offenen 1,10 Euro ausgeschüttet und zusätzlich die reguläre Dividende? Wenn ich das verpassen würde, wäre das schon sehr ärgerlich.

Leider ein paar große Fragezeichen enthalten und auch Variablen, welche die Zukunft bestimmen. Auf der einen Seite eine spannende Erfahrung das einmal mitzumachen, auf der anderen Seite sollte jetzt auch die richtige Entscheidung gefunden werden. Der Vorteil, bis zu den offiziellen Unterlagen bzw. bis Ablauf des Übernahmeangebots wird der Kurs relativ stabil sein. Bedeutet, wenn ich eine gute alternative am Markt für mich finde, könnte ich den Joker ziehen, die Aareal Bank verkaufen und in das neue Unternehmen mit dem Gewinn umschichten und so meine Dividende für 2022 weiter steigern.

Daimler Truck Holding AG:

Meine zweite „Baustelle“ – Daimler Truck Holding AG – wurde mir aufgrund der Abspaltung von Daimler AG im Verhältnis 2:1 ins Boot gespült. Die Abspaltung wurde seit Monaten propagiert und für meine 100 Anteile beim Mutterkonzern habe ich nun 50 Anteile des neu entstandenen und an der Börse notierten Unternehmens im Depot. Nach 125 Jahren Zusammenschluss wurde die Abspaltung am 10.12.2021 nun vollzogen. Unter dem Dach von Daimler Truck sind insgesamt sieben Marken vereint: BharatBenz, Freightliner, FUSO, Mercedes-Benz, Setra, Thomas Built Buses und Western Star. Die Daimler AG selbst wird weiterhin einen Anteil von 35% der Aktien an dem neuen Unternehmen halten, so dass eine enge Verzahnungen weiterhin gegeben sein wird, allerdings auch die Eigenständigkeit um entsprechend schneller agieren zu können. Das neue Unternehmen strebt eine Ausschüttungspolitik von 40% bei der Dividende an und erstmalig in 2023 für das komplette Geschäftsjahr 2022.

Der Kurs zog nach dem Börsengang am Freitag von ca. 28,80 Euro aufgrund diverser positiver Analystenmeinungen und den vermutlichen Käufen aus Übersee im Moment bis auf ca. 32,20 Euro an. Auf meine 50 Anteile bezogen bedeutet das rd. 1.600 Euro an Wert. Der faire Wert wird in Richtung von 40 Euro gesehen. Bedeutet für mich ähnlich wie bei der Aareal Bank, dass ich gerade für 2022 einen Verkauf in Betracht ziehe und das frei werdende Kapital dann für eine Investition nehme, welche mir bereits in 2022 eine Dividende ausschüttet. Im Moment bin ich allerdings nicht zum Verkauf gezwungen und werde daher erstmal abwarten.

Das positive bei den beiden Unternehmen, ich habe sozusagen (vorausgesetzt, der Kurs gibt jeweils nicht nach) ein weiteres Cashpolster von rd. 4.500 Euro für entsprechende Investitionen.

Wie geht ihr mit den beiden Unternehmen um, wenn ihr diese im Depot habt? Eure Meinung würde mich tatsächlich sehr interessieren und eventuell sind noch Gedanken enthalten, welche ich gar nicht bedacht habe.

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Ein Kommentar zu „Dezember Updapte: Aareal Bank u. Daimler Truck Holding

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