Ab 2008 ist der EZB-Leitzins kontinuierlich von damals 4,25% auf 0% gesunken. Gestartet hat dies mit dies mit der weltweiten Ende der Finanzkrise, bis dann 2016 tatsächlich die 0% erreicht wurden. Da Banken den Leitzins als Richtwert für ihre Kredit- und Anlagezinsen nutzen, sanken infolgedessen auch die Zinsen für Baudarlehen und auch Sparzinsen (= Habenzinsen). Der Boom auf der Kaufseite hat eingehalten und jeder wollte unbedingt etwas kaufen, die niedrigen Zinsen haben dies ermöglicht. Ein gefährliches Spiel, wenn dann irgendwann der Markt dreht und. Jede Seite hat zwei Medaillen, Personen, welche sich verschuldet haben, konnten in der Zeit ein Vermögen aufbauen.

Der „normale“ Bürger, welcher sich über sein komplettes Arbeitsleben etwas auf die Seite gelegt hat, um im Alter mit den Zinsen davon Leben zu können, hatte die falsche Karte gezogen. Die Inflation war lange einigermaßen unverändert, aber dennoch konnte die Inflation mit den mickrigen Sparzinsen den Verlust der Geldmenge nicht mehr ausgleichen.

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Mit dem Anstieg der Inflation musste die FED und auch die EZB wieder reagieren.

Kontinuierlich werden aktuell die Zinsen wieder erhöht. Damit soll die Inflation eingedämmt werden und wieder auf den Zielwert von ca. 2% normalisiert werden. Als Folge steigen die Zinsen für die Baufinanzierung und wenn wir uns dann einmal vor Augen halten, dass die Zinsen seit 15 Jahren im Keller waren oder auf den Weg dahin, kann man sich gut vorstellen, dass die Zinsbindungen von 10-15 Jahre jetzt auslaufen. Meist wurde Tilgung auf 1% runtergefahren, so dass die Restschuld nicht wirklich bei den Darlehen gesunken ist. Es bleibt spannend auf der Seite und wir werden sehen, ob es dieses Jahr ein paar Möglichkeiten gibt, um an eine weitere Immobilie zu kommen.

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Die weitere Folge, gerade auch im Hinblick auf die Refinanzierung der Banken, es müssen wieder Einlagen eingesammelt werden und wie sammelt man Einlagen ein, man zahlt Zinsen für Guthaben. Angefangen hat dies Ende letzten Jahres. Eine Banken nach dem anderen hat wieder Festgeldkonten angeboten und selbst auf Tagesgeldkonten werden jetzt wieder Zinsen gezahlt. Es lohnt sich zumindest ein Stück weit wieder, wenn man Geld parkt und das nicht in Aktien anlegt. Gemeint ist hier zum Beispiel die eiserne Rücklage für schlechte Zinsen.

Auch wenn die Inflation weiter bei um die 10% liegt und die Zinsen dies nicht ausgleichen, wenigstens ein wenig Ertrag kann man generieren. Die Frage ist, wie weit werden die Zinsen steigen und in welchem Umfang wird es an uns als Endverbraucher weitergegeben. Langfristig gibt es somit keine Alternative zur Aktie, aber ein wenig Zinsen kann man wieder erhalten.

Ich persönlich habe mein Tagesgeldkonto bei der Renault Bank. Die Einlagen sind bis 100.000 Euro durch die Einlagensicherung geschützt. Mich persönlich hat die überzeugt, dass bei der Renault Bank die Zinsen monatlich gezahlt und gutgeschrieben werden. Zwar ist der Zinseszins-Effekt nicht riesig, aber es ist ein gutes Gefühl, dass jeden Monat die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben werden.

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Ganz frisch werden die Zinsen wurden die Zinsen ab 19.01.2023 bei der Renault Bank auf 1,40% p.a. angehoben. Das kann sich im Marktvergleich sehen lassen. Das Guthaben gilt bis 250.000 Euro, mehr sollte man auch nicht unbedingt bei einer Bank auf dem Tagesgeld liegen lassen, wenn man das als kleinen Scherz erlauben kann.

Die Renault Bank bietet ein Kunden-werben-Kunden Programm an, wenn euch das Tagesgeldkonto der Bank ebenfalls überzeugt, dann würde es mich freuen, wenn ihr über den Link zur Eröffnung des Kontos geht.

In diesem Zusammenhang auch noch ein paar Worte zu meiner Aufteilung der eisernen Reserve. In der Literatur heißt es, dass man immer 3-5 Monatsgehälter als Rücklage auf dem Tagesgeldkonto haben soll. Es kann immer etwas passieren. Persönlich habe ich für mich entschieden, den Betrag zu erhöhen, auch wenn dies Renditeverlust bedeutet. Das wichtigste ist, dass ich mich wohl fühle. Zusätzlich schaue ich mich auch immer nach einer weiteren Immobilie um, da muss man reagieren können und ein wenig mehr Liquidität vorhalten. So kann ich auch bei eventuellen Rückschlägen an der Börse reagieren. Für mich somit einige Vorteile und Möglichkeiten.

Abschließend wie immer ein Buchtitel, welcher perfekt zum Text bzw. Blogartikel passt: Geld sparen: Bis zu 15 000 Euro im Jahr sparen – 81 konkrete Tipps! Das Buch, mit dem Sie der Inflation ein Schnippchen schlagen! Weniger zahlen bei gleichem Lebensstandard!

Mich würde sehr interessieren, wie ihr das mit den Reserven und der Anlage auf dem Tagesgeld aktuell handhabt.

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Ein Kommentar zu „Habenzinsen – es gibt sie wieder!

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