Heute geht es mal nicht primär um das weit gefächerte Thema Geldanlage, sondern um einen Reisebericht von den Azoren. Ich habe mich dazu entscheiden einen Bericht zu schreiben, da zum Einen es einfach eine tolle Reise war und zum Anderen die Azoren bisher als Reiseziel auch noch nicht so bekannt sind, obwohl man aus Deutschland in rd. 4,5 Stunden hingeflogen ist. Aufgrund der länge des gesamten Berichts habe ich mich entschieden diesen in 2 Teile zu unterteilen und lieber noch ein paar mehr Bilder mit ergänzen. Den oftmals sprechen Bilder mehr als tausend Worte.

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Endlich wieder Urlaub, also außerhalb von der deutschsprachigen Region, wurde für uns mal wieder Zeit. Corona hat dazu geführt, dass dies 2020 und auch bis Silvester 2019/2020 nicht passiert ist. Lange wurde überlegt, wo die Reise hingehen soll, der ein wenig Wärme sollte Ende September doch noch sein. Bevor dann die nasse und unschöne Jahreszeit in Deutschland losgeht. Bei einem gemütlichen Abend mit Freunden sind wir dann auf das „Azoren-Hoch“ gestoßen – das muss doch irgendwo bei Portugal liegen, oder? – Somit erstmal im Internet geschaut und tatsächlich die Azoren liegen ziemlich genau mittig auf dem Atlantik, zwischen Amerika und Europa als jeweiliger Kontinent. Gehörend zu Portugal als autonome Region. Dadurch gilt das Datenroaming, man kann mit Euro zahlen und auch bezüglich Corona, wenn man bereits vollständig geimpft ist, hat man keine Probleme. Das sind doch mal gute Voraussetzungen und auf den Azoren sind Temperaturen von ca. 24 Grad Celsius im Durchschnitt vorausgesagt. Immer mal kurz könnte es regnen, wurde uns mitgeteilt, aber so schnell wie es regnet kommt auch wieder die Sonne hervor.

Ein vielversprechendes Reiseziel und was den Reiz ausmacht, mit allen Personen, mit denen man über die Reise spricht, weiß nur grob wo die Inselkette liegt und noch weniger waren bereits dort. Ein wenig Abenteuer-Feeling kommt auf!

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Hier muss positiv hervorgehoben werden, dass wir als Anbieter für solche Reisen das Unternehmen „seabreeze.travel“ gefunden haben. Seabreeze.travel bietet Rundreisen auf alle Atlantischen Inseln und das auch noch nachhaltig. Es wird großen Wert auf die Belange der Umwelt und der Menschen vor Ort gelegt. Später zeige ich noch ein konkretes Beispiel auf, was uns sehr positiv überrascht und überzeugt hat. Am Ende haben wir die Flüge, zwei Unterkünfte, ein Bootstrip zur westlichsten Insel Europas und ein Wal- und Delphin-Ausflug, sowie die Autos darüber gebucht. Den Rest haben wir uns individuell zusammengesucht, hier gehören weitere Ausflüge, einen dreitätigen Zwischenstopp in Porto und zwei weitere Unterkünfte dazu. Gestartet sind wir dann am 18.09.2021 ab Frankfurt und hat uns in der ersten Station nach Porto geführt. Dort haben wir dann in einem Apartment, direkt in der Altstadt und unweit vom Wasser und der berühmten Stahlbrücke, welche Porto mit Vila Nova de Gaia verbindet. Erstmal am Wasser, dem Douro, entspannen das erste „Super Bock“ als lokales Bier gönnen und die Stadt bei schönstem Wetter wirken lassen. So kann man ankommen. Als nächstes wird die Stadt zu Fuß abgelaufen und für den Abend die ersten Restaurants ausgespäht. Dazu gehört der berühmte Bahnhof, welcher mit Mosaiksteinen bestückt ist und dort Gemälde aus den verschiedensten Schlachten nachbildet,

Bahnhof Porto

ein Portweinkeller mit entsprechender Probe und auch den ersten Blick aufs Meer, der sich leicht außerhalb von Porto erhaschen lässt. Hier bekommt man einen tollen Sangria, bei Sonne pur. Urlaub hält ein. So gehen auch die ersten 3 Tage wie im Flug vorüber und der richtige Urlaub auf den Azoren beginnt.

Sangria am Meer bei Porto
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Weiterflug von Porto nach Sao Miguel zur Hauptstadt Ponta Delgada, der Hauptinsel der Azoren. Dauer des Flugs ca. 2,5 Stunden. Völlig in Ordnung. Die Flughäfen bereits deutlich kleiner und alles läuft deutlich entspannter. Die Entfernung zu Deutschland beträgt rd. 3.200 Kilometer. Insgesamt besitzen die Azoren 9 größere Inseln und mehrere kleinere Inseln. Am Ende konnten wir von den 9 Inseln in 2 Wochen 5 Inseln begutachten. Wir hatten ein schönes kleines Hotel mit Pool. Allerdings haben wir diesen aufgrund der vielen Sehenswürdigkeiten nur einmal richtig genießen können. Ein paar Stunden vor dem Abendessen, ansonsten waren wir nur auf Tour. Angefangen mit Sete Cidades, als unseren ersten Ausflug. Eine ehemalige Vulkankraterlandschaft. Ein wunderschöner See mit entsprechend grüner Landschaft, verbunden mit einem schmalen Kanal. Am Rande auf dem Krater thront ein verlassenes und verkommenes 5-Sterne Hotel – ein Lost Place. Das Hotel wurde in Betrieb genommen, lag allerdings immer im Nebel des Tals und so kamen nie Touristen. Somit hat man das Hotel einfach verkommen lassen, eine Mauer um das Gelände gebaut und sich dem Schicksal überlassen. Ein willkommener Ort für Touristen. Einfach über die Mauer klären, das verlassene Hotel begutachten und den unvergleichlichen Blick über das Tal genießen. Ein Traum und eines meiner Highlights des Urlaubs.

Ausblick aus dem 5-Sterne-Hotel auf die Seen

Weiter am nächsten Tag ging es dann in das Furnas-Tal. Wie immer ist ein schöner See unweit entfernt, aber warum wir eigentlich dort waren, sind die heißen Quellen. Empfehlenswert ist hier der Botanische Garten Terra Nostra mit seinem Thermalbecken. Mind. 30 Grad warmes braunes (rostiges) Wasser, das einfach nur angenehm war. Der Anblick des „dreckigen Wassers“ zwar nicht, aber wenn man sich reintraut, ist es einfach nur Genuss pur. Ein gastronomisches Intermezzo in Furnas ist das Cozido à portuguesa. Ein Fleischeintopf, der direkt auf den heißen Quellen mit einem Tontopf über Stunden gekocht wird. Hauptsächlich bestehend aus Fleisch, Gemüse, Würstchen und Reis. Ein kleiner Lerneffekt für uns, man sollte hier tatsächlich 24 Stunden vorher reservieren, damit man dies auch probieren kann. Ansonsten bekommt man eine ähnliche Alternative, die auch sehr gut schmeckt und sättigt.

Heiße Quellen im Furnas-Tal

Eine weitere Station war eine von nur drei in Europa befindlichen Teeplantagen, Chá Gorreana. Es gibt noch eine weitere Teefabrik auf den Azoren und noch eine weitere im englischen Cornwall. Bereits 1878 kam die Teekultur aus Macau auf die Azoren und hat die Insel nicht mehr losgelassen. Eine Besichtigung und Verkostung des Schwarz und Grünem Tee ist kostenlos möglich, inklusive kleiner Führung. Beeindruckend war die Teeplantage selbst mit den ganzen Feldern. Diese kann man mit einer kleinen Wanderung von knapp einer Stunde entspannt ablaufen. Festes Schuhmaterial ist von Vorteil. Ideal für den Tee sind die Bedingungen auf den Azoren mit dem milden Klima und über das ganze Jahr verteiltem Regen ohne Frost und wenig zu intensivem Sonnenschein.

Teeplantage

Überall kann man auf der Insel schön wandern, da es überall etwas zu bestaunen gibt. Entweder eine alte Kirche mit einer schönen Geschichte, einem vorgelagertem Steinfels auf dem Meer mit tollem Sonnenuntergang, ein von vielen Seen, bei denen keiner die gleiche Wasserfarbe hat oder einfach nur entspannt ein schönes kaltes Bier am Lava-Strand. So gehen unsere 5 Tage auf Sao Miguel vorüber, als wären wir nur ein paar Stunden dort gewesen.

Im nächsten Teil dann die restlichen Inseln und unseren weiteren Urlaub auf den Azoren!

Cete Cidades – Blick von einer Anhöhe
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