In letzter Zeit höre und lese ich immer wieder folgende Sätze: „Sparen allein reicht nicht aus“, „Mit Sparen allein wirst du nie finanziell frei“, „Wenn du nur sparst, frisst die Inflation dein Vermögen auf“ oder auch „Sparen auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto bringt nichts“. Wenn man die Sätze alleine stehen lässt nicht unbedingt falsch, aber aus meiner Sicht auch nicht die ganze Wahrheit.

Meistens liegt die Wahrheit immer irgendwo dazwischen und so auch in diesem Fall. So zumindest meine Meinung!

Zu Sparen gehört für mich nicht nur einen monatlichen Geldbetrag auf ein separates Konto zu legen und dort Ruhen zu lassen, sondern zum Einen auch Rücklagen aufzubauen. Das bedeutet, man sollte immer auch für unvorhergesehenes Geld in der Hinterhand haben. Denn das Auto oder die Spülmaschine kann immer mal kaputt gehen. Außerdem gibt eine gewisse Rücklage auch Sicherheit und hat eine beruhigende Wirkung. Dies sollte aus meiner Sicht immer der erste Schritt sein und das gehört bei Sparen dazu.

Wenn dann Rücklagen für Notfälle oder auch für einen Urlaub vorhanden sind, denn man soll sich auch schöne Dinge gönnen und nicht nur verzichten, dann kommt der 2. Schritt. Das heißt für mich dann aus dem Sparen wird automatisch ein Investieren. Somit greift das eine Wort in das Andere. Um so weit zu kommen möchte ich noch einen Punkt vorneweg nehmen, es muss monatlich natürlich auf dem Konto ein größerer Betrag reinkommen, als dass Ausgaben vorhanden sind. Dann erst kann das Sparen beginnen. Als eine wichtige Grundvoraussetzung.

Heißt am Einfachsten, man stellt sich mal ein Haushaltsbuch zusammen und „trackt“ über ein paar Monate, am besten ist ein Zeitraum von 12 Monaten, welche Einnahmen und Ausgaben monatlich anfallen. Der genannte Zeitraum ist wichtig, da manche Ausgaben nur einmal im Jahr anfallen und man dadurch einen Durchschnittswert gut bilden kann. Ggfs. können dann sogar gewisse Ausgaben gestrichen reduziert oder optimiert werden, damit ein gewisser Überschuss vorhanden bleibt. Wenn man das geschafft hat, dann ist man schon auf dem richtigen Weg und hat vielen etwas voraus.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch wieder und wieder meine Worte predigen – Geduld und Ausdauer sind das A und O. Alles benötigt seine gewisse Zeit und funktioniert nicht von heut auf Morgen, aber das Ergebnis lässt sich sehen.

Das monatliche Erfassen meines „Vermögens“ mache ich nun seit 10 Jahren. 2011 habe ich angefangen eine Excel zu befüllen. Diese wächst von Jahr zu Jahr um entsprechende Tabellenblätter und neuer Tabellen. Seit 2016 sind zusätzlich ausführliche meine Dividenden dazugekommen. Dies motiviert jeden Monat aufs Neue und man sieht auch jedes Mal die Fortschritte und die nächsten Etappenziele, die man sich gesteckt hat.

Ich kann dies jedem nur empfehlen, fangt heute anstatt morgen an und macht euch eine Übersicht. Diese kann so individuell wie möglich sein und am besten auch mit einer Grafik. Bildlich ist immer noch ein wenig mehr beeindruckender als nur immer etwas mit Zahlen fest zu halten.

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Mein Fazit: Das eine schließt das andere nicht aus und zum Investieren gehört immer auch das Sparen dazu! Meine Gedanken zu der Thematik aus der Praxis heraus.

Anfang des Monats ist auch immer die Zeit von allen Finanzbloggern die Ergebnisse von Einkünften aus dem Vormonat zu verfolgen. Das ist wieder Motivation und Begeisterung pur. Sind wir mal ehrlich jeder schaut, wo man dazwischen selbst steht und wie weit man es selbst bereits geschafft hat bzw. was noch möglich ist. Das muss am Ende auch mal noch gesagt werden.

Ein Kommentar zu „Sparen vs. Investieren

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