Mein erster Kauf im Jahr 2021, nach dem ich noch vor ein paar Tagen über den ersten Verkauf von Borussia Dortmund gesprochen habe, lässt nicht lange auf sich warten. Das Geld aus dem Verkaufserlös liegt nicht Inflationsvernichtend auf dem Verrechnungskonto, sondern wird direkt wieder investiert.

Seit längerem habe ich das Unternehmen, KDDI Corp., nun beobachtet und habe für mich nun einen ersten Kauf ausgemacht. Vorab offen gesprochen, wie es scheint, habe ich zu früh gekauft. Am Freitag ging der Kurs dann direkt 1 Euro pro Aktie nochmal bearish. Aber das ist natürlich normal, wenn ich Kaufe und lässt mich direkt von dem weiteren Nachkauf träumen.

Nun aber zu den Fakten bei diesem Investment:

Kaufpreis 25,40 Euro pro Anteil. Gekauft habe ich 100 Stück. Der Gesamtpreis inkl. Gebühren liegt somit bei 2.554,00 Euro.

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KDDI ist ein japanisches Telekommunikationsunternehmen, welches auch im Nikkei 225 gelistet ist. Der Nikkei ist der japanische Aktienindex, wie bei unser DAX. Ein gutes Investment zur Streuung im Länderrisiko. Bisher habe ich in meinem Portfolio hauptsächlich deutsche und amerikanische Unternehmen. Die japanische Wirtschaft kommt gerade erst aus einer schweren Rezession heraus und hat somit ein enormes Wachstumspotential. Zusätzlich ist KDDI gerade dabei auf dem Festland in Richtung der Mongolei zu expandieren und von der Insel sich selbst zu diversifizieren. Mit der Übernahme von CDNetworks im Jahr 2011 erschließt den Markt in Richtung Südkorea für das Unternehmen. Das Angebot des Unternehmens umfasst Festnetz- und Mobiltelefondienste, Breitbandinternetdienstleistungen, Rechenzentren (Telehouse) und Unternehmensnetzwerke an. Hier auch das Stichwort „5G“ als Profiteur.

Das Unternehmen schüttet 2x jährlich eine Dividende aus – im März und September eines Jahres. Die Dividende wird seit 24 Jahren nicht mehr gesenkt und sogar seit 18 Jahren gesteigert. Die Ausschüttungsquote liegt bei ungefähr 40% des Gewinn. Hier herrscht noch großes Potential, aber es wird auch entsprechend Geld für Investitionen und Tilgungen von Unternehmensschulden zurück gehalten. Für mich bedeutet dies auf den Daten von 2020 eine Dividendenrendite von ca. 4% p.a. und somit rund 100 Euro brutto im Jahr. Netto gehe ich von ca. 75 Euro zusätzlichen Dividenden aus.

Die Marktkapitalisierung liegt auf den Kurs gesehen bei rd. 56 Mrd. Euro. Der Umsatz konnte die letzten 5 Jahre um 1 Mrd. Yen (rd. 125 Mio. Euro bei einem Umrechnungskurs von 0,008 Euro pro Yen) gesteigert werden. Es existiert ein Aktienrückkaufprogramm, so dass allein dahingehend der Wert der einzelnen Aktien gesteigert wird. Das KGV liegt bei ca. 11 und die Eigenkapitalquote bei rd. 50% .

Quelle: kddi.com – Investor Relations Presentation

Die größten Shareholders (=Aktionäre) sind KYOCERA Corp. (weltweit führendes Unternehmen in feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie) mit 14,5% und Toyota Motor Corp. mit rd. 13% – dies bedeutet sichere Ankeraktionäre, welche langfristig am Unternehmenswert und einer stabilen Dividende interessiert sind. Das Rating liegt zusätzlich bei AA- von dem Ratingunternehmen R&I.

Wie streut ihr euer Portfolio und seit ihr auch bereits auf dem japanisches Markt unterwegs?

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5 Kommentare zu „Kauf KDDI Corp.

  1. Hallo,
    Top Kauf!! – KDDI habe ich aktuell auch auf meiner Kaufliste. Besonders gefällt mir die absolut niedrige Verschuldung und solide Dividendenhistorie. In Japan gibt es noch so einige interessante Werte wie z.B. Sumitomo Mitsui Financial. Warren Buffett hatte kürzlich ja überraschend auch in Japan zugekauft.
    Ich plane ja etwas mehr in internationale Werte zu investieren und da ist Japan neben Kanada und GB eines der Länder, die ich favorisiere. Mal sehen wann ich Cash dafür frei habe…gibt ja noch so einiges Anderes auf meiner Kaufliste…Qual der Wahl…:-)
    Viele Grüße,
    Susanne

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo Susanne,

      freut mich bzw bestätigt auch irgendwo immer, wenn jemand das gleiche Unternehmen interessant findet. Danke dir auch gleich für den weiteren Tipp…schaue ich mir an 🙂
      Gerade die Abhängigkeit aktuell von Deutschland und USA war für mich ein Grund auch ein wenig über den Tellerrand raus zu schauen.
      Du sprichst aber das größte Problem an, die zu große Watchlist und das zu wenige freie Geld 🙂
      Viele Grüße
      Chris

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  2. €interessante Artikel! Ich habe Japan nur über irgendwelche Globalfond. Ich habe versucht mehr amerikanische Aktien zu kaufen da die schwedische Krone ziemlich stark war . Ich möchte auch irgendwelche deutsche Investmentfirma kaufen. Kennst du welche?

    Gefällt 1 Person

    1. Danke dir.
      Gerade die Streuung an unterschiedlichen Märkten und auch Ländern haben es mir im Moment angetan.
      Aus Deutschland habe ich auf meiner Watchlist im Moment u.a. Allianz als größter Versicherungskonzern und Merkur Bank KGaA als kleine aber sehr profitable Bank aus München stehen. Zweites Unternehmen wäre ein Nachkauf. Ansonsten ist die deutsche Post oder auch Freenet ein Blick Wert. Hast du ansonsten interessante schwedische Unternehmen?

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