Dividendentitel – Thema Ausschüttungsquote!

Immer mehr Sparer, Anleger, Vorsorger oder welcher Name einem noch einfällt, sehen die Dividenden als den Zinsersatz in der heutigen Zeit. Niedrigzinsphase, Nullzinspolitik oder auch die Politik des lockeren Geldes der EZB haben die Zinsen in den letzten Jahren sowohl für Anleger, als auch für Kreditnehmer gewaltig sinken lassen. Für die meisten Menschen muss ein umdenken erfolgen, auch wenn sie weiterhin von ihrem ersparten Leben wollen bzw. sich ein Zubrot für die Rente verdienen wollen oder auch müssen. Außer das Ersparte wird entsprechend verzehrt, aber was passiert, wenn man sich hier verkalkuliert und man benötigt auf einmal mehr Geld, als man ausgerechnet hat. Man lebt länger oder will sich doch noch etwas gönnen. Für mich die beste Lösung, schaut, dass euer Geld für euch arbeitet und ihr wählt die entsprechenden Titel aus.

Heute möchte ich ein paar Worte zur der Ausschüttungsquote verlieren, die Unternehmen an Dividenden insgesamt an Ihre Eigner ausgeben und woher diese stammt. Ein wichtiger Indikator, wie gesund das Unternehmen ist und ob die Dividende langfristig gehalten werden kann oder nicht.

Als Ausschüttungsquote wird der Anteil des Gewinns bezeichnet, der vom Unternehmen an seine Aktionäre ausgezahlt wird. Dieser Anteil kann von Konzern zu Konzern sehr unterschiedlich sein. Aktionäre wünschen sich meist eine hohe Ausschüttungsquote und damit eine hohe Dividende. Ob das auch sinnvoll ist, ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden.

Der Grund: Gewinne, die nicht ausgeschüttet werden, können investiert werden – und damit die Grundlage für künftige Erfolge und Auszahlungen bilden. Die meisten Dax-Unternehmen schütten zwischen 30 und 50 Prozent des Gewinnes aus, welches eine gesunde Balance zwischen Dividende und Investition darstellt. Allerdings müsse jeder Einzelfall gesondert beurteilt werden. Je niedriger die Ausschüttungsquote, je mehr Geld kann natürlich für Rücklagen oder Investitionen gebildet werden und je wahrscheinlicher ist, dass die bisherige Dividende mindestens aufrecht erhalten werden kann oder weiter gesteigert werden kann, um weiter attraktiv für Anleger zu bleiben. Ein gutes Indiz ist auch immer eine steigende Dividende von Jahr zu Jahr.

Ein wichtiger Punkt hierbei ist auch: Vorsicht ist geboten, sobald die Dividende höher ist als der Gewinn. Der Anleger sollte darauf achten, ob die Dividende über höhere Schulden oder aus dem Eigenkapital gezahlt wird. Langfristig führt dies in der Regel zu großen finanziellen Problemen und der Aktienkurs wird entsprechend darauf reagieren, dann bringt auch nichts, dass die Dividende einmal hoch war.

Es gibt natürlich noch mehr Punkte, auf die geachtet werden sollten und gemeinsam wird dann daraus ein Bild, dass ein gutes Unternehmen herauskristallisiert. Beispiele hierfür sind der Cashflow, der Umsatz, Gewinn,…und natürlich ganz wichtig ein Vergleich dieser Zahlen auf die letzten Jahre, ob eine entsprechende Steigerung vorhanden ist. Ich werde schauen, dass ich hierzu in weiteren Artikel auf die einzelnen Punkte eingehen werde.

2 Kommentare zu „Dividendentitel – Thema Ausschüttungsquote!

  1. Hallo lieber Finanzjongleur,
    Die Ausschüttungsquote ist in der Tat ein wichtiger Indikator für die Gesundheit der nachhaltigen „Profitkraft“ des Unternehmens. Denn eine sehr hohe Ausschüttungsquote ist nicht notwendigerweise gut: Sie sagt auch aus, dass das Unternehmen keine sinnvollen Investitionsmöglichkeiten hat und lieber an seine Aktionäre ausschüttet.
    Noch eine Rückfrage: Du schreibst, dass Dividenden nicht aus dem Eigenkapital ausgeschüttet werden sollen. Stimmt denn das? Dividenden werden doch immer aus dem Eigenkapital bezahlt, nämlich entweder aus dem Gewinn des Jahres oder aus Gewinnrücklagen.
    Viele Grüße
    MFF

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    1. Guten Abend MFF,
      freut mich, dass du die gleiche Meinung wie ich auch hast. Ich denke die Ausschüttungsquote ist ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Unternehmen.
      Du hast recht, das kann Missverstanden werden. Am besten ist natürlich, wenn die Dividende aus dem jährlichen Gewinn erwirtschaftet wird und nicht aus dem Eigenkapital, dass für Investitionen vorhanden ist. Klar, kann ich auch Gewinnrücklagen anlegen, damit ich hieraus meine Dividende auszahle, allerdings würde das bedeuten, das Unternehmen hätte in diesem Jahr nicht genügend „verdient“, um seine Dividende aus dem Gewinn zu zahlen. Hoffe, das ist verständlich…sonst gerne nochmal schreiben 🙂
      Viele Grüße
      FJ

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