Eurokurs auf neuen Rekordhöhen!

Heute war der Eurokurs zum ersten Mal wieder bei 1,25 US-Dollar. Der Schlusskurs lag knapp unter diesem bei 1,24848 US-Dollar und wer ist daran Schuld bzw. was hat das für Auswirkungen auf uns?

Ausgelöst hat diese neue Höhe die heutige Rekorde von Mario Draghi (Präsident der Europäischen Zentralbank) über die weiter anhaltenden geldpolitischen Entscheidungen. Die Geldpolitik bleibt unverändert und es gibt auch kein Andeutungen auf eine straffen der lockeren Politik des Geldes vor September 2018.

Zusätzlich dürfte in der aktuellen Stärke des Euro die Schwäche des US-Dollar liegen. Die wirtschaftliche Abschottung der USA durch Trump drückt auf die Stimmung für den Dollar. Am morgigen Freitag hat Donald Trump einen Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum. Dieser Auftritt wird von vielen mit Sorge betrachtet, wenn er weiter protektionistische Töne anschlägt.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung, wie sich ein starker Dollar bzw. Euro auswirkt:

Eine deutliche Veränderung beim Dollar-Wechselkurs hat starke Auswirkungen auf den internationalen Warenverkehr. Ein starker Dollar (gleichbedeutend zum Beispiel mit einem schwachen Euro und einem niedrigen Euro-Dollar-Wechselkurs) bedeutet eine hohe Kaufkraft für US-Amerikaner im Ausland, da der Wert des Dollars gegenüber anderen Währungen zulegt. Gleichzeitig droht aber auch eine niedrige Wettbewerbsfähigkeit für US-Unternehmen, da ein starker Dollar die Herstellungskosten in den Vereinigten Staaten im Vergleich zu anderen Ländern erhöht. Bei einem starken Dollar lohnt es sich für Unternehmen eher, Waren außerhalb des teuren Dollarraums zu produzieren und in den USA zu verkaufen. Ein starker Dollar kann deshalb Nachteile für die US-Wirtschaft haben. Gleichzeitig werden allerdings Importe in die USA, zum Beispiel von Rohstoffen, verbilligt. Deshalb besteht häufig eine negative Korrelation von Rohstoffpreisen und US-Dollar. Das bedeutet, dass bei einer Aufwertung des Dollars die Rohstoffpreise tendenziell sinken.

Sinkt der Dollar gegenüber anderen Währungen an Wert, so werden Exporte aus den USA verbilligt. Das ist gut für die US-Wirtschaft, da sie ihre Produkte auf den Weltmärkten billiger anbieten kann. Für Unternehmen lohnt es sich eher, in den USA zu produzieren und die Produkte in aller Welt zu verkaufen. Gleichzeitig erhalten Urlauber aus dem Ausland für ihre Währung mehr US-Dollar und können sich deshalb bei einer USA-Reise mehr leisten. Auch dies kann sich positiv auf die US-Wirtschaft auswirken. US-Amerikaner verlieren allerdings an Kaufkraft im Ausland, können sich bei einer Reise also weniger leisten. Auch Importe für US-Unternehmen werden bei einem schwachen Dollar verteuert. Dies kann zum Beispiel steigende Rohstoffpreise in den USA zur Folge haben.

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