Ich bin schon wieder etwas drüber, aber Feste muss man feiern, wie sie kommen. Hierzu gehört definitiv die nächste Marke von weiteren 10.000 Euro an Dividenden. Erst im Januar durfte ich den letzten Blog-Beitrag dazu verfassen. Die Abstände werden langsam geringer und ich darf tatsächlich innerhalb eines Jahres mittlerweile den Meilenstein erreichen. Für mich ein toller Weg, den man merkt langsam was über einen gewissen Zeitraum an Dividenden wirklich reinkommt.
Langsam „bröckelt“ und „plätschert“ alles vor sich hin. Hier mal ein paar Euro Dividenden, da mal ein paar Euro. Es läuft einfach so nebenher. Dann mal die ersten 50 Euro von einer Aktie, dann 100 Euro und seit letztes Jahr darf ich bereits auf das erste Unternehmen, welches mir 1.000 Euro an Dividenden ausschütten wird. Das Beste dabei, die Unternehmen erhöhen oftmals noch ihre Ausschüttungen, wenn entsprechend gut gewirtschaftet wird. Selbst ohne weiteren Käufe erhöht sich somit das passive Einkommen – wobei passiv immer so ein großes Wort ist. Aus meiner Sicht muss man dennoch immer etwas dafür tun. Sei es am Anfang sparsam zu leben, um sich die Käufe zu leisten, das Unternehmen entsprechend recherchieren, den Mut haben, den Kauf zu tätigen und dann dauerhaft das Unternehmen im Auge behalten, ob der Investment-Case weiter stimmt. Allerdings kann das ganze auch Spaß machen, gerade wenn man sich am Ende auch für das richtige Unternehmen entschieden hat.
Manchmal benötigt man auch einen langen Atmen und die Rendite kommt auch nicht von heute auf Morgen. Hierzu würde ich in meinem Portfolio ganz klassisch die Commerzbank zählen. Das Unternehmen in der Finanzkrise oder kurz danach gekauft, am Boden liegend. Zeitweise sogar 40-50% im Minus gewesen. Heute darf ich Kurse von im Moment 40 Euro pro Aktie begrüßen. Das bedeutet über 350% Buchgewinn. Kein realisierter Gewinn, aber der Kurs hat die letzten Jahre kann man mittlerweile sagen, stark zugelegt. Zuletzt auch getrieben durch die Übernahmephantasien der UniCredit. Die Dividende kann sich mittlerweile auch sehen lassen, gerade auch im Hinblick auf meinen Einstand. So gab es zwar zwischen 2018 und 2022 ein Durststrecke bei den Ausschüttungen, aber seit 2023 wird erstens wieder ausgeschüttet und zweitens deutlich erhöht. Dieses Jahr durfte ich für das Geschäftsjahr 2025 bereits 1,10 Euro pro Anteil vereinnahmen. Das bedeutet eine Bruttorendite von über 11% auf mein Kaufkurs. Ich würde aktuell sagen, Geduld zahlt sich aus.
Hierzu gibt es auch ein berühmtes, aber doch sehr allgemein gesprochenes Zitat: Der legendäre Finanzexperte André Kostolany (1906-1999) hat einmal gesagt: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“
Ganz so einfach ist es nicht, aber es zeigt, was der Zinseszinseffekt, Zeit, ein gutes Investment und vor allem Geduld mit sich bringen können.
Im folgenden möchte ich euch eine kleine Grafik aufführen, welches die Entwicklung meiner Dividenden auf Jahressicht zeigt:

Start ist mittlerweile 2015 gewesen. Damals bekam ich auf Jahressicht knapp über 400 Euro an Dividenden. Mittlerweile 10 Jahre später ist es etwa das 3-fach im Monat. Das motiviert auf jeden Fall weiter dran zu bleiben. Man nimmt Höhen und Tiefen mit, mal geht es schneller, mal langsamer. Aber der Weg zeigt, wohin es gehen kann.
Heutzutage darf man über Instagram, YouTube oder andere Plattformen relativ leicht anderen, gleichgesinnten Personen folgen, die auf dem Weg schon deutlich weiter sind. Wenn man dann monatliche Dividenden von 5.000 Euro, 10.000 Euro oder noch mehr liest und dies auch alles Sinn macht, dann ist das schon echt genial.
Gerne präsentiere ich euch meine Top 5 an Unternehmen, welche mir bisher im Zeitraum seit Kauf die meisten Dividenden netto ausgeschüttet haben:
- Altria Group -> 5.521,16 Euro
- Omega Healthcare Investors -> 4.618,20 Euro
- British American Tobacco -> 4.124,25 Euro
- Blackstone Group -> 4.120,50 Euro
- iShares Stoxx Select 30 Dividend ETF -> 4.047,24 Euro
Gerade mein monatlicher Sparplan bei dem ETF von „nur“ 200 Euro zeigt, was hier über einen gewissen Zeitraum sich ansammeln kann und welche Rückkoppelung wiederum an Dividenden zurückgespielt wird. In diesem Jahr werden die Dividenden bei noch knapp unter 1.000 Euro liegen, aber das sollte sich normalerweise 2027 ändern. Dann hätte ich bereits zwei Ausschütter, die mir über 1.000 Euro jährlich zurückgeben.
Das gleiche Spiel noch in Bezug auf das Jahr 2025, welche Unternehmen mir jeweils am meisten auf Jahressicht gezahlt haben – bald kann ich die Statistik dann für 2026 ergänzen bzw. erweitern:
- British American Tobacco -> 1.002,93 Euro
- iShares Stoxx Select 30 Dividend ETF -> 846,22 Euro
- Altria Group -> 843,81 Euro
- Blackstone Group -> 685,11 Euro
- Hercules Capital -> 649,66 Euro
Bis auf Hercules Capital sind alles Unternehmen dabei, die auch über den langen Zeitraum, welche ich die Unternehmen bereits im Portfolio habe, auch vorne mit dabei sind. Die Steigerungen der Dividenden und auch die Zukäufe spielen gemeinsam eine große Rolle und erfüllen voll ihren Zweck. Das Schöne dabei, es drängen weitere Unternehmen nach, die knapp hinter den Top 5 aufgeführt sind, wie z.B. Realty Income Corp., Omega Healthcare oder Shell. Alles Unternehmen, die aktuell auch Ihre Dividenden mind. jährlich erhöhen.
Abschließend würde ich sagen, auf die nächsten 10.000 Euro Dividenden und den nächsten Meilenstein, dann mit 80.000 Euro erhaltenen Dividenden. Das große Highlight rückt dann auch näher, die magische Marke von 100.000 Euro an Dividenden. Das sollte hoffentlich in nicht ganz 2 Jahren dann soweit sein – darauf investiere ich hin!
Mein Buchtipp zu dem Thema:
Die Kunst, sich nichts vorzumachen: Wie radikale Ehrlichkeit dein Leben verändert – Radikale Ehrlichkeit – Selbstreflexion, Selbstverantwortung und persönliche Veränderung von Ulvi I. Aydin und Vincent U. Aydin.
Warum lösen manche Menschen ihre Probleme zwischen Kaffeemaschine und Toilette, während andere schon bei leichtem Gegenwind eine emotionale Evakuierung einleiten? Warum reagieren die einen auf Unsicherheit, als hätte ihnen jemand den Sauerstoff abgedreht, während andere bei Hochdruck erst richtig warmlaufen? Und warum reden wir ständig von Krisen, obwohl die meisten von uns noch nie eine echte erlebt haben? Ulvi und Vincent Aydin räumen (ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten) mit lieb gewonnenen Ausreden auf. Mit Beispielen aus Wirtschaft, Psychologie, Geschichte und dem echten Leben zeigen sie, warum Verantwortung, Konsequenz und ehrliche Selbstreflexion die einzigen Werkzeuge sind, die langfristig funktionieren. Atemübungen, Mantras und mentale Kuscheldecken gibt es woanders. Wer Streicheleinheiten erwartet, wird enttäuscht.